Kirche von vorn gesehen

Taufbrunnen

Hl. Florian

Pfarrkirche Großmugl

 

Kirche mit Blichk auf LeebergUnsere dem Hl. Nikolaus geweihte Kirche ist eine barockisierte Saalkirche mit gotischem Kern.

Standort bei Google Maps

Ein erstes Gotteshaus hat es wahrscheinlich schon in der Karolingerzeit (um 800 n.Chr.) gegeben.

Im Zuge der Wiederbelebung von Christentum und Kultur, die in unserer Gegend von den Bistümern Regensburg und Passau ausging, wurde unsere Kirche zwischen 1280 und 1290 an Stelle eines früheren romanischen (?) Bauwerkes als Wehrkirche mit Wehrturm gebaut.

Die dem heiligen Märtyrerbischof Nikolaus geweihte Kirche tritt 1291 urkundlich in Erscheinung, wird 1293 von der Pfarre Senning losgelöst und erhält durch Bischof Bernhard von Passau die Pfarrechte.

 

Hauptschiff

Langhaus, dreijochiger Saalraum mit Kreuzgratgewölbe von 1704 auf mächtigen Pilastervorlagen,
im W-Joch Orgelempore um 1700 über gedrückter Stichklappentonne.

Stark eingezogener, rundbogiger Triumphbogen mit gotischer Abfassung, durch spätbarocke Felderung ausgekleidet.

Innenraum

 

Turm

Das Bauwerk hat einen vorgesetzten Fassadenturm aus dem Jahre 1747, der auf gotische Vorgänger zurückgeht und um 1835 erhöht wurde.

Der Turm hat eine Faschengliederung, rundbogige Schallfenster sowie einen Zwiebelhelm.

 

Glocken

Als älteste Glocke ist noch die Sterbeglocke aus 1625 von Georg Arnold vorhanden. Die anderen vier Glocken wurden 1962 gegossen und geweiht:

  • St. Nikolaus - 580kg
  • Jungfrau Maria der immerwährenden Hilfe - 283kg
  • St. Florian - 180kg
  • Hl. Familie - 126kg.

 

Anbauten

Marienaltar
Marienkapelle

An der Chorsüdseite befindet sich die Marienkapelle aus dem Jahr 1453 mit Strebepfeilern und später ausgerundetem Fenster.

Ein nördlicher Choranbau stammt aus dem 19. Jh.,
der Sakristeianbau zwischen Presbyterium und Kapellenchor wurde 1811 durchgeführt.

Orgel

Die Verwendung einer Orgel in der Pfarrkirche ist seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert dokumentiert.

Die heute noch in Verwendung stehende Orgel wurde 1831-1833 im spätbarocken Stil von Johann Georg Fischer errichtet und in den Jahren 1986/1987 von Orgelmeister Ferdinand Salomon aus Leobendorf abgetragen und renoviert.

Austattung

HochaltarHochaltar um 1760, marmoriert, leicht einschwingendes Retabel mit Gebälkabschluss auf Volutenkonsolen und Kruzifix unter Baldachin.

1784 wurde Kaiser Joseph II. landesfürstlicher Patron der Kirche. Er schenkte schöne Kirchenstühle und einen Kreuzaltar aus dem von ihm aufgelassenen Franziskanerkloster in Stockerau (heute Kloster St. Koloman).

 

Tabernakel

Tabernakel

 


 

Die Seitenfiguren stellen den hl. Matthias und den hl. Johannes der Täufer dar.
Mensa und Tabernakel stammen aus dem 19. Jahrhundert.


1830 ließ man ein großes Gemälde des Kirchenpatrons, des heiligen Nikolaus anfertigen (Meister unbekannt).

Von diesem Gemälde wurden zwei Teile gerettet und nach dem Krieg von OSR Franz Cikanek restauriert. Einer der Teile, der hl. Nikolaus im Himmel, wude über dem Priestersitz angebracht.

der Hl. Nikolaus im Himmel Hl. Florian in Seitenkapelle

Im gleichen Jahr malte Leopold Schulz aus Wien ein Bild für den (ehemaligen) Florianaltar. Heute befindet es sich über dem Eingang der Marienkapelle.

Von 1700 - 1945 war die Kirche auch eine Wallfahrtskirche zu Ehren des hl. Florian.

Aus dieser Zeit zeugen einige Holzschnitzfiguren wie die des hl. Florian, hl. Johannes Nepomuk, hl. Leonhard, hl. Antonius von Padua in spätbarockem Stil aus dem 18. Jh., hl. Sebastian, hl. Johannes Evangelist, hl. Nikolaus, hl. Maria und hl. Wandel aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.