Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben

Mein Herr und mein Gott!

Zelebrant
Pfarrmoderator
Wolfgang Brandner

Texte zum Nachlesen

Weinviertler Komponisten
die musikalische Gestaltung steht unter dem Motto "Komponisten aus dem Weinviertel"

Kirchenchor Großmugl
unter der Leitung von Gerhard Sulz

Kantoren
Hubert Schiesser
Gerhard Sulz

Bläsergruppe
des Musikvereins Großmugl unter der Leitung von Heinz Mayer

Orgel
Johannes Zeinler

Musikalische Gestaltung

 

 

Rundfunkmesse 11.April 2010

Am Sonntag nach Ostern, dem sogenannten „weißen Sonntag“ wurde die Hl. Messe aus Großmugl übertragen.

Neben den Gläubigen in der Pfarrkirche Großmugl konnten rund 600.000 - 800.000 Hörer in ganz Österreich und im angrenzenden Ausland mitfeiern.

Für uns als Pfarrgemeinde bedeutete das eine ganz besondere Herausforderung.

In den letzten Wochen und Monaten vor der Übertragung wurde intensiv an der Vorbereitung für diesen Gottesdienst gearbeitet. Angefangen von der Auswahl der Lieder und Texte, über Erstellen eines „Regiebuches“ mit allen Texten und Zeitangaben bis zu den technischen Voraussetzungen wie Strom- und Telefonanschlüsse.

Danke an alle Pfarrmitglieder für Euer zahlreiches Erscheinen!

Die gut gefüllte Kirche und die große Disziplin vor und während der Messe waren ein wesentlicher Beitrag zum Gelingen.

Die Radiomesse wurde auch aufgezeichnet und ist zur Erinnerung als CD zum Preis von € 10,- erhältlich.
Bestellungen sind bei allen Pfarrgemeinderäten oder im Pfarramt möglich.

Begleitheft als pdf (856kb)

 

Musikalische Gestaltung

Zur Aufführung gelangt die „Missa Jubilate Deo“ im klassischen Stil mit Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei komponiert vom gebürtigen Weinviertler  Josef SULZ, der im kommenden Mai seinen 80. Geburtstag feiert.

Als Zwischengesang nach der 1. Lesung vernehmen  Sie eine „Ostersequenz“ des im Weinviertel lebenden und für das Weinviertel zuständigen Kirchenmusikers Johannes LENIUS. Der Bläsersatz des Halleluja stammt von Wolfgang FÜRLINGER.

Zur Kommunion erklingt das Chorstück mit Orgel „Das ist der Leib, der für euch hingegeben wird“ von Walter LEHNER, der in Hollabrunn als Musikpädagoge tätig war.

Als Volksgesang hören Sie zu Beginn aus dem GL „Freu dich’, erlöste Christenheit“, GL Nr. 826, zur Gabenbereitung  GL Nr. 808 „Siehe wir kommen“.

Die Melodie zum Vater Unser stammt aus der Feder des vor wenigen Jahren verstorbenen Großmugler Robert Schiessbiegl. Robert Schiessbiegl leitete bis zuletzt den Kirchenchor und war auch Ehrenbürger der Marktgemeinde Großmugl.

Als Danklied hören Sie „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ in einem Arrangement von Manfred Glowatzki für Gemeindegesang, Chor, Blechbläser und Pauken.

Es singt der Kirchenchor Großmugl, unterstützt von einem Blechbläserensemble des Musikvereines Großmugl unter der Leitung von Heinz Mayer.

Kantoren: Hubert Schiesser und Gerhard Sulz

An der Orgel: Johannes Zeinler

Musikalische Gesamtleitung: Gerhard Sulz

 

Texte zum Nachlesen

Vorstellung der Pfarre

(Anna Keitmayer)

Die Pfarre Großmugl liegt im sanfthügeligen Ackerland, mitten im Weinviertel – 40km nördlich von Wien. Zur Pfarre gehören auch die Filialkapellen in den Dörfern Ringendorf, Roseldorf, Steinabrunn und Füllersdorf. Das Wahrzeichen von Großmugl ist unser Leeberg, ein 16m hoher Tumulus, das größte Hügelgrab Mitteleuropas aus der Hallstattzeit.

Betritt man unsere Pfarrkirche durch das Haupttor, kommt man in eine helle Saalkirche. Am Hochaltar befindet sich ein großes Kruzifix, über dem ein Baldachin den Himmel andeuten soll. Die Tabernakeltür ziert ein Pelikan, der als Sinnbild für Christus und die Menschenfreundlichkeit gilt.

Ein großes Bild über der Priestersessio zeigt unseren Kirchenpatron den Hl. Nikolaus, Bischof von Myra.

 

Einleitung

Liebe Brüder und Schwestern hier in der Pfarrkirche und die sie mit uns über das Radio verbunden sind. Dieser Sonntag wird  seit frühester Zeit als „Weißer Sonntag“ gefeiert. Seit nun mehr 10 Jahren trägt dieser Tag auch den Namen „Sonntag der Barmherzigkeit“ und ist das Ende der Osteroktav.

Am Sonntag nach der Osternacht, in der früher die Taufbewerber eines ganzen Jahres getauft wurden, feiert die Kirche ihre neuen Mitglieder. Sie feiert sie, weil sie ein Geschenk Gottes sind. Ein Geschenk an die Kirche. Deshalb wollen wir in besonderer Weise bedenken, dass auch wir seit unserer Taufe ein Geschenk Gottes für die Kirche sind.

Während der Chor das Kyrie singt, wollen wir uns mit dem Taufwasser besprengen lassen, das in der Osternacht feierlich gesegnet wurde.

 

Tagesgebet

Barmherziger Gott
durch die jährliche Osterfeier
erneuerst du den Glauben deines Volkes.
Lass uns immer tiefer erkennen,
wie heilig das Bad der Taufe ist,
das uns gereinigt hat,
wie mächtig dein Geist,
aus dem wir wieder geboren sind,
und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

1. Lesung  

Lesung aus der Apostelgeschichte
Apg 5, 12-16 (Reinhard Winkler)

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Von den Übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.

Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen. Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.

Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

 

2. Lesung

Lesung aus der Offenbarung des Johannes
Offb 1, 9-11a.12-13.17-19 (Karin Mayr)

Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.

Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune. Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schick es an die sieben Gemeinden.

Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter, und mitten unter den Leuchtern einen der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.

Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.

Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

 

Evangelium  

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 20, 19-31

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!

Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.  Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

 

Predigt

Liebe Schwestern und Brüder in Christus!

Wenn wir dieses Evangelium hören, schießt uns möglicherweise der Gedanke durch den Kopf: “Thomas hat es ja gut gehabt. Er konnte all seine Zweifel besiegen, indem er dem Auferstandenen von Angesicht zu Angesicht begegnen und dadurch sein Vertrauen in Gott zurückfinden konnte.“

Werfen wir zunächst einmal gemeinsam einen Blick auf das Leben dieses Apostels, das ganz viel versprechend begonnen hat: Als Jesus ihn in seine Nachfolge rief, setzte er sein ganzes Vertrauen in Jesus und seine Botschaft. Er begleitete ihn in Treue bei seiner Tätigkeit als Wanderprediger und sah die Zeichen und Wunder, die Jesus wirkte. Er bejubelte sein großes Vorbild bei seinem Einzug in Jerusalem und feierte mit ihm das Letzte Abendmahl. All seine Wünsche und Erwartungen sah er in Erfüllung gehen.

Doch als Jesus verhaftet und hingerichtet wurde, brach für Thomas die ganze Welt zusammen. Seine Hoffnungen und Erwartungen wurden zur Gänze vernichtet und enttäuscht, sein Vertrauen in Gott und die Menschen zerstört. Er hatte nichts mehr, woran er sich festhalten, niemanden mehr, an dem er sich aufrichten konnte. Er war am Tiefpunkt seines Lebens angekommen.

Doch gerade dann kam die groteske und - besonders auch für ihn - kaum zu glaubende Nachricht seiner Freunde: Jesus lebt. Als er schlussendlich, trotz all seiner Zweifel, ebenso wie seine Weggefährten, dem auferstandenen Herrn begegnen darf, lässt ihn dies Glauben und Hoffnung zurückgewinnen.

Liebe Schwestern und Brüder, fühlen wir uns vorerst nicht auch manchmal in einer Situation, die der des Apostel Thomas ähnelt? Immer wieder müssen wir miterleben, dass menschliche Beziehungen zerbrechen, unser Vertrauen ausgenutzt wird, unsere Erwartungen und Wünsche enttäuscht werden und gebrochene Herzen zurückbleiben. Das Leben führt uns unsere Schwachheit vor Augen, es lässt uns die menschlichen Abgründe erfahren. In vielen Situationen fehlen uns die richtigen Worte, wir fühlen uns ohnmächtig und verlassen, unserer Umwelt hilflos ausgeliefert.

Wenn wir nun unsere Gedanken noch ein wenig auf Thomas ruhen lassen, könnten wir vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass wir es mit unserem heutigen Wissen im Grunde wesentlich einfacher haben, als er es zu seiner Zeit hatte? Auch in unseren Tagen verlangen viele Menschen nach Zeichen, nach positiven Erfahrungen, die erkennen lassen, dass Jesus lebt.

Das heutige Evangelium zeigt, dass Gott für dieses Verlangen Verständnis hat und bereit ist, ihm auch zu entsprechen. Darum dürfen und sollen wir nach Zeichen Ausschau halten, die erkennen lassen, dass Jesus auch in unserer eigenen Lebensgeschichte wie im Leben der Kirche, der Gesellschaft und der Völker gegenwärtig und wirksam ist. Es gibt immer wieder unerwartete und überraschende Geschehnisse und Ereignisse, die dies erahnen lassen. Aber all diese Geschehnisse und Ereignisse sind Zeichen, die nur der Glaubende richtig deuten kann.

Sie sind aber keine Beweise. Sie erleichtern den Glauben, aber sie erzwingen ihn nicht. Darum endet diese Erzählung vom „ungläubigen“ Thomas, der wieder zum Glauben findet, mit den Worten: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“ Heil sei denen, die den Zeugen der Auferstehung vertrauen, obgleich manches diesem Zeugnis zu widersprechen scheint.

Und ist es nicht ungemein tröstlich für uns, zu hören, dass Jesus Thomas trotz all seiner menschlichen Schwachheit und Zweifel voll Liebe, Güte und Barmherzigkeit entgegengekommen ist? Er erwartet von uns nicht, perfekt zu sein, sondern wir dürfen uns mit all unseren Sorgen, Nöten und Ängsten vertrauensvoll an ihn wenden.

Der ungläubige Thomas hat durch seine Begegnung mit dem Auferstandenen sein Vertrauen an Gott zurückgefunden und seinen Glauben mit den Worten „Mein Herr und mein Gott“ offen bekannt. Nun wollen auch wir unseren Glauben an den auferstandenen Herrn in der österlichen Freude bekennen.

 

Fürbitten  

(Anna Keitmayer, Reinhard Winkler)

Lasset uns beten!

In österlicher Freude um unseren Herrn Jesus Christus versammelt, bitten wir ihn in den Nöten unserer Welt:

• Du hast den Apostel Thomas zum Glauben geführt. Erhalte deine Kirche im frohen Glauben, in der festen Hoffnung und der tätigen Liebe, damit sie Zeichen deiner Gegenwart bleibt.

       Du, unser Herr und Gott              A. Wir bitten dich, erhöre uns!

• Du hast den zweifelnden Thomas angenommen. Komm allen suchenden, zweifelnden und fragenden Menschen entgegen und führe sie zu tragfähigen Antworten.

       Du, unser Herr und Gott              A. Wir bitten dich, erhöre uns!

• Thomas hat deine Wunden geschaut und berührt. Ermutige alle, die noch nicht sehen und doch glauben wollen, dass sie weiter tasten und zur Gewissheit finden.

       Du, unser Herr und Gott              A. Wir bitten dich, erhöre uns!

• Du hast uns deine Nähe und Barmherzigkeit zugesagt. Gib allen Kranken, Einsamen und Trauernden die Kraft, in ihren Nöten nicht an deiner Liebe zu zweifeln.

       Du, unser Herr und Gott              A. Wir bitten dich, erhöre uns!

• Du hast uns in der Taufe in deine Nachfolge gerufen. Erneuere die Herzen deiner Gläubigen.

       Du, unser Herr und Gott              A. Wir bitten dich, erhöre uns!

• Die Auferstehung Jesu Christi lässt dem Tod nicht das letzte Wort – trotz aller Trauer. Geleite die Verstorbenen und alle Sterbenden in das Reich deiner Vaters.

       Du, unser Herr und Gott              A. Wir bitten dich, erhöre uns!

Herr Jesus Christus, deine Auferstehung hat die Welt verändert. Die Hoffnungslosigkeit des Todes ist durch dich überwunden. Dafür loben wir dich, mit dem Vater und dem Heiligen Geist, in Ewigkeit.

       A. Amen.

 

Gabenbereitung

(Karin Mayr)

Siehe wir kommen, kommen mit Jauchzen, unsere Gaben zu bringen

Mit dem Brot, der Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit
bringen wir noch mehr:
Wir bringen die Mühe und die Erfolglosigkeit unserer Arbeit,
wir bringen die Angstbilder unserer schlaflosen Nächte,
wir bringen die Einsamkeit der Verlassenen
und die Hoffnungslosigkeit der Gestrandeten,
wir bringen die Schmerzen der Kranken,
wir bringen die Enttäuschungen über die zerbrochene Liebe,
wir bringen die Trauer über unser wiederholtes Versagen.

Mit dem Wein, der Frucht des Weinstockes und der menschlichen Arbeit
bringen wir noch mehr:
Wir bringen die fröhlichen Gesichter unserer Kinder,
wir bringen den fröhlichen Gruß eines flüchtigen Bekannten,
wir bringen die beglückende Erfahrung aus der Gemeinschaft
feiernder Menschen,
wir bringen die sonnigen Tage des letzten Urlaubs,
wir bringen die Genesung aus langwieriger Krankheit,
wir bringen das sichere Aufstehen
aus der Niedergeschlagenheit bitterer Tage
wir bringen das berauschende Glück der Verliebten.

 

Gabengebet

Gott,
du hast deinem Volk durch das Bekenntnis des Glaubens und den Empfang der Taufe neues Leben geschenkt.
Nimm die Gaben (der Neugetauften und aller) deiner Gläubigen gnädig an und lass uns in dir Seligkeit und ewiges Leben finden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfation

P:Der Herr sei mit euch.
Alle: Und mit deinem Geiste.
P: Erhebet die Herzen.
A: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
A: Das ist würdig und recht.

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater, immer und überall zu danken, diese Tage aber aufs höchste zu feiern, da unser Osterlamm geopfert ist, Jesus Christus. Denn er ist das wahre Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Durch seinen Tod hat er unseren Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen. Darum jubelt heute der ganze Erdkreis in österlicher Freude, darum preisen dich die himmlischen Mächte und die Chöre der Engel und singen das Lob deiner Herrlichkeit:

 

Hochgebet II mit Einschüben zur Osterzeit

Ja, du bist heilig, großer Gott, du bist der Quell aller Heiligkeit.

Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche das Hochfest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Durch ihn, den du zu deiner Rechten erhöht hast, bitten wir dich:

Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.

Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach:
Nehmet und trinket alle daraus:
Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.

P: Geheimnis des Glaubens.

A: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,
und deine Auferstehung preisen wir,
bis du kommst in Herrlichkeit.

Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung deines Sohnes und bringen dir so das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles dar.
Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen.
Wir bitten dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut und lass uns eins werden durch den Heiligen Geist.
Gedenke deiner Kirche auf der ganzen Erde und vollende dein Volk in der Liebe, vereint mit unserem Papst Benedikt, unserem Bischof Christoph und allen Bischöfen, unseren Priestern und Diakonen und mit allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.
Gedenke auch jener, die an diesem Osterfest aus dem Wasser und dem Heiligen Geist zum neuen Leben geboren wurden, denen du alle Sünden vergeben hast.
Gedenke unserer Brüder und Schwestern, die entschlafen sind in der Hoffnung, dass sie auferstehen. Nimm sie und alle, die in deiner Gnade aus dieser Welt geschieden sind, in dein Reich auf, wo sie dich schauen von Angesicht zu Angesicht.
Vater, erbarme dich über uns alle, damit uns das ewige Leben zuteil wird in der Gemeinschaft mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, mit deinen Aposteln und mit allen, die bei dir Gnade gefunden haben von Anbeginn der Welt, dass wir dich loben und preisen durch deinen Sohn Jesus Christus.
Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.

A: Amen.

 

MEDITATION 1

Jesus trat in ihre Mitte und sprach:
Friede sei mit euch!
Durch die verschlossene Tür von Brot und Wein
trittst du zu uns herein.

Mein Herr und mein Gott!

Selig, die deine Gegenwart nicht sehen und doch glauben.
In das verschlossene Herz voll Leid und Angst,
trittst du im Mahl herein.

Mein Herr und mein Gott!

Selig, die deine Gegenwart nicht fühlen und doch glauben.
In die verschlossene Welt voll Streit und Krieg
trittst du durch uns herein.

Mein Herr und mein Gott!

Selig, die deinen Frieden unsern Brüdern
und Schwestern nach Hause bringen.
Jesus trat in ihre Mitte und sprach:
Friede sei mit euch!

 

MEDITATION 2

(Reinhard Winkler)

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zur dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.

Hl. Klaus von Flüe

 

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
im heiligen Sakrament haben wir
den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen.
Lass diese österliche Gabe in uns weiterwirken
und fruchtbar sein.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.